Techniker ist verständigt

Eine kurze Fahrt von Leek nach Park Lane, dem vereinbarten Treffpunkt mit dem ‚Service Wagon‘ von Canal Crusing bestimmt den Morgen. Erster Höhepunkt war die nochmalige Durchquerung des Leek-Tunnels samt Videosession (siehe unten), gleich gefolgt von einer Begegnung an einer der Brücken. Natürlich eine hinter einer Kurve. Das andere Boot war näher dran und hatte daher Vorfahrt, also Rückwärtsgang rein und mit Staken den Abstand vom Ufer halten. Hat super geklappt, und war dann auch gleich eine Übung für das Aquädukt – da kam das nächste Boot, aus selbigem heraus um die Ecke. Und damit nicht genug…

… gleich am anderen Ende war wieder ein Boot zu sehen. Wir waren aber schon praktisch auf der zweiten Engstelle (Brücke). Also erstmaliger Einsatz des Signalhorns (*1). Das andere Boot antwortete auch mit einem Tuter. Wie sich beim näherkommen rausstellte, hat er eh nur gewendet. Arbeit war es trotzdem, da es nach dem Aquädukt praktisch 90 Grad um die Ecke ging, und ich die Kurve wiederum nur mit kräftigem Stangeneinsatz schafte. Bis zur Bootsbeherschung wird das noch etwas dauern. Momentan bin ich froh, dass ich die praktisch alle Brückendurchlässe auf Anhieb treffe, und nur noch in 70% davon anecke.

Christine ist übrigens mit Max über den Tunnel gegangen … die psychodelischen Effekte sind der Entwackelfunktion von Youtube zu verdanken. Teufel oder Belzebub:))

Den Plan noch zeitig genug nach Buxworth (*2) zu kommen haben wir inzwischen aufgegeben. Immerhin haben wir es trotz gemütlicher Fahrt und spätem Aufstehen bis um 11 Uhr 30 nach Park Lane geschafft. Sofort eine SMS an die Vermieter geschrieben, dass wir da sind und dann gefaulenzt. Das Wetter war sonnig, ohne heiß zu sein, einfach schön. Um 14 Uhr kam dann eine SMS, ob wir schon da seien – die ich aber erst gegen halb Vier entdeckte, da ich um Zwei selig in der Sonne gedöst habe. Also, schnell darauf geantwortet, dass wir schon seit halb Zwölf da sein. Da die ja nur so 15 Minuten Fahrtstrecke weg sind (*3) und bis zehn nach Vier noch nichts passiert war, nochmal eine SMS hinterher. Als dann um 16.35 weder Antwort, noch Techniker da waren, griff ich zum total veralteten Sprachkanal. Jetzt klappte alles, und keine 20 Minuten später war der Mann auch da. Nach einigem hin und her und putzen wurde dann doch gleich eine neue Pumpe eingebaut und alles war wieder edel.

Für uns war der Tag natülich gelaufen, also die Frage obs hier wo ein Pub mit Abendessen gäbe. Jo, gleich unten in Endon, garnicht weit von der CRT-Station. Er würde uns auch im Auto mitnehmen. Ich bin natürlich sofort in Richtung der falschen Seite des Autos gespurtet. Das Mitfahren für uns wär aber auch auf der anderen Seite problematisch geworden, da es nur 2 Sitze gab – hinten war ja Werkstatt. Die Lösung war einfach zweimal fahren. Abgesetzt vor dem Black Horse waren wir dann gleich. Dumm nur dass sich das Pub als ‚Restaurant‘ versteht, und das heißt in England immer gleich ‚No Dogs‘. Der Spruch des Wirts war aber auch denkwuerdig. Mit völlig konsterniertem Gesicht meinte er ‚We serve Food‘ – aha, warum sonst sind wir denn gekommen? Egal. Wer meinen Hund nicht will, der will auch mein Geld nicht. Er geht wohl davon aus, dass es für die englische Wirtschaft besser ist auf das Geld von Touristen zu verzichten. Da sitzt in Urlaubslaune ja der Geldbeutel eh viel zu locker.

Bilanz Tag 5: 3,5 Meilen und zuhause gegessen.

*1 – In Wahrheit nur eine glorifizierte Mopedhupe ala Simson.
*2 – Der Ort hat eine Gemeinsamkeit mit Baiern – bis ins 19. Jahrhundert hieß er noch Bugsworth.
*3 – Jaja, auf dem Kanal haben wir Tage gebraucht um im Kreis zu fahren.

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