Das beste Essen in England gibts beim Inder

Mit 100% Mehrheit entschieden die Enkel, dass wir nicht nach Buxworth fahren, sondern die Marple Schleusen runter, und dann durch den Tunnel. So solls sein.

Nun ja, die Marple Flight sind 16 Schleusen hintereinander, die insgesamt mehr als 60 Meter Höhenunterschied bewältigen. Da ist dann schon einiger Druck auf den Schiebern, was das Öffnen nicht erleichtert. Recht schnell stellten sich daher erste Ermüdungserscheinungen ein, aber ein Zuruck gab es nicht mehr. Trotz manchem sichtbar langsam werden und dem in diesem Alter üblichen Abwarten bis man gesagt kriegt dass man doch schonmal machen könnte, haben wir die Schleusen in 3 Stunden und 20 Minuten geschafft. Nicht schlecht, Herr Specht. Jetzt ging es noch durch den lange erwarteten Hyde Bank Tunnel mut seinen rund 300 Metern. Im Vorfeld bewies CRT wieder wie gut man doch Hinweisschilder verstecken kann. Ja, ganz genau hinschauen, in diesem grünen Dickicht steckt mittig eine große Hinweistafel mit allem was man so zum Tunnel wissen muß. Inklusive den einzuhaltenden Besonderheiten (*1). Den Kindern hats trotzdem Spaß gemacht.

Für die Nacht festgemacht wurde dann 500m weiter, hinter der nächsten Kurve in Romiley. Da lag zwar an der Anlegestelle das ausgebrannte Wrack eines GFK-Bootes, aber mit etwas staken ging das Anlegen gut. Direkt daneben war ein neuer Aldi, der im Führer noch garnicht erwähnt wurde. Super, gleich eingekauft. Als wir dann auf der Suche nach einem Pub waren, so gab es nicht nur keinen, der den Hund reinlassen wollte, sondern schlimmer noch, nach 21 Uhr hatte auch keine Küche mehr aus. Ehrlich? An einem Samstag Abend werden die Bürgersteige schon um 9 hochgeklappt? Jessasmaria. Das Einzige was wir gesehen hatten, das noch offen war, war ein piekfeiner Italiener, der aber gerammelt voll war. Und das Quarashi, ein Inder mit eher mässigem Außenaufbauten, halb in einer Autowerkstatt mit Take-Away-Werbung. Erst beim Reingehen wird klar, dass das kein Thekenladen, sondern ein richtig gutes Restaurant ist. Die Wartezeit, bis das Bestellte kam war dann zwar ewiglich lang, dafür war das Essen um so besser. Es bewahrheitete sich mal wieder was Daghar schon immer erzählt: Wenn man in England essbares Essen will, dann muss man zum Inder :))

Bilanz Tag 9: 16 Schleusen, 7 Meilen, 1 Tunnel und volle Mägen.

*1 – Hab ich schon erwähnt, dass alle Schilder dermassen klein beschriftet sind, dass man schon Schwierigkeiten hat die zu lesen wenn man direkt davor steht, geschweige denn 10-20m entfernt im Vorbeifahren und hinter Büschen? Und alles Text. Und damit nicht genug, selbst wo Piktogramme verwendet werden, sind die zum Einen sehr kleinteilig, zum Anderen aber immer wieder von einschränkendem Text begleitet der in Lupengröße dabei steht.

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