Einmal um die Ecke

 

Am Freitag ging es nach Whaley Bridge. Zum einen sollte es da ein Cafe mit Fruehstueck geben, dann ist da das Transshipment Building was ich schon die ganze Zeit besuchen will, und zu guter Letzt war wieder Wasser fassen angesagt.

Da es nur so ungefaer 300m von unserem Liegeplatz beim Tesco, bis zum Hafenbecken in Whaley Bridge waren, wurde beschlossen erstmal zu Fuss zum Fruehstuecken isn Cafe zu gehen. Na ja, die Idee war gut, die Ausfuehrung weniger – die verstanden sich zwar als total hippe und dynamische Location, aber Hunde waren dann doch nicht zulaessig. Zum Abhaken.

Punkt Zwei: Das Warenhaus in Whaley Bridge mit seiner Geschichte. Irgendwie war das alles viel kleiner als auf den Fotos und Beschreibungen. Und auch viel weniger von der Eisenbahn zu sehen, naemlich praktisch nichts. Interessant war aber um wieviel hoeher der Boden aussenrum in den letzten 100 Jahren gewachsen ist – weil da, wo jetzt ein Heugel mit Baeumen ist waren frueher Gleise und Hafenanlagen. Zum Glueck ist der Fortbestand des Lagerhauses aber gesichert. Nieten gezaehlt, Fotos gemacht und zurueck zum Boot fuers Fruehstueck Marke Homefries.

Als Naechstes ging es dann mit dem Boot die riesige Strecke zum Wasserfassen in das Whaley Bridge Basin. Dank einem dort liegenden Boot hab ich leider das eigentlich beabsictigte voll coole Wendemanoever (*1) nicht geschafft, und einfach laengs angelegt. Mist. Aber Wasser hat geklappt und fuer den Uneingeweiten schaut auch das anschliessende Wendemanoever per Seilzug richtig gut aus, also einfach nicht weitererzaehlen.

Um kurz nach Drei ging es dann weiter zum Bugsworth Basin. Da war eigentlich nur ein kurzer Stopp geplant. Vielleicht ein Eis und die Anlagen anschauen. Danach sollte es weitergehen wieder bis New Mills, so dass der Beehive uns wieder in den Abend begleitet. Ich hab schon erwaehnt, das das Bier da abenteuerlich ist, die Musik gut und das WLAN richtig schnell? Na ja, wie so ueblich wurde es anders. Als wir nach einer halben Stunde im Bugsworth Basin waren, machte der kleine Laden des Vereins gerade zu. Bis wir dann angelegt waren und raus ausm Boot, war keiner mehr zu sehen. Mist. Dabei hatte ich doch darauf gehofft, dass die vielleicht sogar ein Exemplar des tauchen gegangenen Fuehres haben.

Aber es gab Hoffnung, hing an der Tuer doch ein Schild, dass man wenn zu ist am Boot gleich hinter der ersten Bruecke klopfen sollte. Gesagt getan, und die junge Frau ist wieder gekommen, und es gab nicht nur ein Eis fuer mich, einen Kaffee fuer Christine, nein, der einzige Fuehrer der Nicholsen Serie, den sie zum Verkauf hatten, sogar in zwei Exemplaren, war der der fehlte. Passt. Nachdem ich mich fuer einen der Beiden entschieden habe war die Welt wieder in Ordnung.

Was folgte war ein Spaziergang ueber das gestreckte Gelaende, inklusive Begutachtung der Plate Tramway Reste und Verweilen in der in einem Container untergebrachten Ausstellung. Jup, so wie man es sich wuenscht, eine Ausstellung voellig unbeeinflusst von Museumspaedagogen. Von Nerds fuer Nerds. Jeder Quadratzentimeter Wand und Boden war vollgepflastert mit Schaustuecken, Bildern und Texten. Besagte Fachlaeute koennten mit dem was hier auf 20m² untergebracht war locker 2-300m² fuellen, und es kaem weniger rueber.

Darueber verging natuerlich Zeit, und es wurde langsam dunkel, als wir am Ende des Beckens angekommen sind. Irgendwie war weiterfahren jetzt weniger angesagt – und vor allem, wir standen bereits vor dem Eingang des Navigation Inn. Die hatten nicht nur nix gegen Hunde, sondern versprachen ebenfalls Bier, Essen und brauchbares WLAN. Was will man mehr.

Bilanz Tag 15: Ganze 1,3 Meilen.

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